Googles nächster großer Schritt: Das müssen Sie wissen

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  • 7. März 2024

Nach der Einführung von Google Consent Mode v2 Anfang März (mehr dazu erfahren Sie in unserem vorherigen Blogbeitrag) baut Google seine Tools und Metriken weiter aus. Diesmal steht die Performance von Websites im Mittelpunkt. Ab dem 12. März wird Interaction to Next Paint (INP) offiziell zu einer Core-Web-Vitals-Metrik.

In diesem Blogbeitrag gehen wir auf die Details von INP ein, auf seinen Einfluss auf das Suchranking und darauf, wie Sie dieser neuen Metrik proaktiv begegnen können. Wenn Sie INP und seine Auswirkungen verstehen, können Sie konkrete Schritte unternehmen, um Ihre Website für eine positive Nutzererfahrung zu optimieren und Ihre Position in den Google-Suchergebnissen möglicherweise zu verbessern.

Kurze Einführung in die Core Web Vitals

Um eine solide Grundlage für das Verständnis von Interaction to Next Paint (INP) zu schaffen, werfen wir zunächst einen kurzen Blick auf das Konzept der Core Web Vitals. Haben Sie sich schon einmal gefragt, was den Besuch einer Website wirklich angenehm und fesselnd macht? Die Antwort liegt in den Core Web Vitals, einer Reihe von Google entwickelter Metriken, die die tatsächliche Nutzererfahrung auf einer Website messen. Diese Metriken sind wichtige Indikatoren für Aspekte wie Ladegeschwindigkeit, Interaktivität und visuelle Stabilität. Wer die Core Web Vitals gezielt optimiert, kann das Engagement der Nutzer nachweislich steigern und das Suchranking seiner Website möglicherweise verbessern.

Diese Metriken konzentrieren sich auf drei zentrale Bereiche:

  • Ladegeschwindigkeit: Gemessen mit dem Largest Contentful Paint (LCP). Er stellt sicher, dass der Hauptinhalt Ihrer Seite innerhalb der ersten 2,5 Sekunden geladen ist, damit Nutzer von Anfang an dabeibleiben.
  • Interaktivität: Gemessen mit dem First Input Delay (FID). Er stellt sicher, dass Ihre Website flüssig auf Interaktionen wie Klicks und Tippen reagiert; für ein optimales Erlebnis sollte der FID unter 100 Millisekunden liegen.
  • Visuelle Stabilität: Gemessen mit dem Cumulative Layout Shift (CLS). Er sorgt dafür, dass es kaum unerwartete Layoutverschiebungen gibt, die Nutzer irritieren können. Mit einem CLS-Wert unter 0,1 können sich Nutzer reibungslos auf Ihrer Website bewegen.

Ein Beispiel für die Core Web Vitals in der Praxis:

Szenario: Sie stöbern in einem Onlineshop für Bekleidung. Der LCP sorgt dafür, dass Produktbilder und -beschreibungen schnell laden, damit Sie dranbleiben. Der FID sorgt dafür, dass die Website flüssig reagiert, wenn Sie auf ein Produkt klicken, um mehr Details zu sehen, und der CLS verhindert, dass das Layout beim Laden der Bilder hin und her springt.

Bei der Optimierung der Core Web Vitals geht es nicht nur um die Nutzererfahrung, sondern um den Erfolg Ihrer Website. Dieses Trio aus Metriken (Ladegeschwindigkeit, Interaktivität und visuelle Stabilität) kann Ihr Suchranking verbessern, Nutzer bei der Stange halten und letztlich die Conversions steigern.

Von FID zu INP: Googles neue Core-Web-Vitals-Metrik verstehen

Bisher nahm der First Input Delay (FID) als Core-Web-Vitals-Metrik in der Google Search Console eine herausragende Stellung ein. Am 12. März wird er jedoch durch Interaction to Next Paint (INP) ersetzt. Dieser Wechsel zeigt, wie sich Googles Ansatz zur Messung der Reaktionsfähigkeit von Websites und der Nutzererfahrung weiterentwickelt. Der FID hat zwar eine wertvolle Rolle gespielt, doch INP bietet mehr.

Die Grenzen des FID:

Der FID konzentrierte sich vor allem auf den technischen Aspekt der Reaktionsfähigkeit. Er maß die Verzögerung zwischen der ersten Interaktion eines Nutzers (etwa einem Klick) und dem Moment, in dem der Browser beginnen kann, sie zu verarbeiten. Zu dieser Verarbeitung kann das Abrufen von Daten, das Aktualisieren des DOM (Document Object Model) oder das Ausführen von JavaScript-Code gehören.

INP: ein umfassenderer Blick auf die Reaktionsfähigkeit

Interaction to Next Paint (INP) verfolgt einen stärker nutzerorientierten Ansatz: INP misst den gesamten Interaktionszyklus, also sowohl die Verarbeitungszeit als auch die Zeit, bis als Reaktion auf die Aktion des Nutzers die erste sichtbare Veränderung auf dem Bildschirm erscheint. Stellen Sie sich vor, Sie stöbern in einem Onlineshop und klicken auf ein Produktbild. INP misst, wie lange es dauert, bis als Reaktion auf Ihren Klick die erste sichtbare Veränderung auf dem Bildschirm eintritt. Das kann das Laden des Bildes sein, das Erscheinen einer neuen Produktseite oder alles andere, was für den Nutzer sichtbar ist. Im Kern stellt INP die vom Nutzer wahrgenommene Reaktionsfähigkeit in den Vordergrund und geht damit über die technische Verarbeitungsgeschwindigkeit hinaus, die der FID gemessen hat. Ein niedriger INP-Wert bedeutet, dass Nutzer eine schnelle sichtbare Reaktion auf ihre Aktionen erhalten – für ein flüssigeres und ansprechenderes Surferlebnis.

Dieser Übergang von FID zu INP unterstreicht, wie wichtig eine reibungslose Nutzererfahrung ist. Wer INP optimiert, kann sicherstellen, dass Nutzer eine schnelle sichtbare Reaktion auf ihre Aktionen erhalten. Das trägt zu einem flüssigeren und ansprechenderen Erlebnis bei und kann die Zufriedenheit der Nutzer sowie Engagement-Kennzahlen wie Absprungrate und Verweildauer verbessern.

Weitere Informationen zu INP finden Sie in diesem Blogbeitrag von Google.

So wird INP gemessen

INP wird in Millisekunden (ms) gemessen und gibt Aufschluss über die Reaktionsfähigkeit Ihrer Website:

  • Unter 200 ms: Hervorragend! Das spricht für eine sehr reaktionsschnelle Website mit einer flüssigen Nutzererfahrung.
  • 200–500 ms: Verbesserungsbedarf. Nutzer nehmen möglicherweise leichte Verzögerungen bei der Reaktion auf ihre Aktionen wahr.
  • 500 ms und mehr: Deutlicher Optimierungsbedarf. Werte in diesem Bereich können zu einem frustrierenden, trägen Erlebnis für die Nutzer führen.

Mehrere Faktoren können Ihren INP-Wert beeinflussen, darunter:

  • Seitengröße und Komplexität: Größere und komplexere Seiten brauchen in der Regel länger, um zu laden und zu reagieren.
  • Anzahl der JavaScript- und CSS-Dateien: Je mehr Dateien ein Browser laden muss, desto länger kann es dauern, bis die Seite interaktiv ist.

Eine Reihe von Online-Tools wie Google PageSpeed Insights messen INP kostenlos. Diese Tools analysieren Ihre Website und liefern umfassende Berichte, darunter:

  • INP-Wert: der aktuelle INP-Wert Ihrer Website
  • Empfehlungen: konkrete Vorschläge, wie Sie Ihre Website optimieren und ihre INP-Leistung verbessern können.
Bewertung einer Website anhand der Core Web Vitals

Warum INP für Onlineshop-Betreiber zählt: ein nutzerorientierter Weg zum Erfolg

Für Onlineshop-Betreiber ist Interaction to Next Paint (INP) weit mehr als eine technische Kennzahl. So zahlt sich die Optimierung von INP für Ihren Onlineshop konkret aus:

  • Bessere Nutzererfahrung: Ein besserer INP-Wert bedeutet, dass Ihre Kunden keine frustrierenden Verzögerungen erleben, wenn sie mit Ihren Produkten interagieren oder durch Ihren Shop navigieren. Das sorgt für ein flüssigeres Einkaufserlebnis und erhöht die Chance, dass sie konvertieren (also einen Kauf abschließen).
  • Mehr Umsatz: Untersuchungen zeigen, dass eine um eine Sekunde längere Ladezeit zu einem deutlichen Rückgang der Conversions um 7 % führen kann. Eine schnellere Reaktion dank eines niedrigeren INP-Werts kann sich direkt in mehr Verkäufen für Ihren Onlineshop niederschlagen.
  • Höhere Kundenzufriedenheit: Ein Onlineshop, der sich träge und schwerfällig anfühlt, führt schnell zu Frust bei den Kunden und zu abgebrochenen Warenkörben. Die Optimierung von INP sorgt für ein flüssigeres Erlebnis, hält Kunden bei der Stange und kann die Markentreue stärken.
  • Besseres Suchranking: INP ist zwar nicht der einzige Rankingfaktor, doch Google bevorzugt Websites mit einer guten Nutzererfahrung. Wenn Sie INP zusammen mit den übrigen Core Web Vitals optimieren, können Sie die Sichtbarkeit Ihres Onlineshops in den Suchergebnissen verbessern und so mehr potenzielle Kunden gewinnen.

Fazit: Nutzen Sie den Wandel und optimieren Sie für Ihre Nutzer

Während Google seine Tools und Metriken weiterentwickelt, ist es für Websitebetreiber – besonders im E-Commerce – entscheidend, den Wechsel von FID zu INP anzunehmen. Der FID hat seinen Zweck erfüllt, doch INP bietet eine umfassendere Perspektive, bei der die Nutzererfahrung im Mittelpunkt steht. Wenn Sie INP verstehen und optimieren, schaffen Sie eine Website, die sich reaktionsschnell und ansprechend anfühlt – für zufriedenere Kunden, ein möglicherweise besseres Suchranking und den Erfolg Ihres Onlinegeschäfts.

Bei Interesse können Sie dieses Formular ausfüllen – wir melden uns so schnell wie möglich bei Ihnen.

Interesse an INP

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